Solothurner Zeitung: Für günstigeren Industrie-Strom

Der Solothurner SP-Ständerat Roberto Zanetti macht Nägel mit Köpfen: Am Mittwoch reichte er eine Motion ein, um den stromintensiven, im internationalen Wettbewerb stehenden Industriefirmen, bei den Stromkosten gleich lange Spiesse wie den europäischen Konkurrenten zu sichern (wir berichteten). Anlass für den Vorstoss ist die drohende Schliessung der Papierfabrik Biberist und die existenziellen Nöte des Stahlwerkes Gerlafingen. Der für den Betrieb der Industriefirmen benötigte Strom sei durch einen Industriestrom-Pool zur Verfügung zu stellen, der durch alle grösseren Stromproduzenten anteilsmässig alimentiert werde. Die Abgeltung für den an den Pool gelieferten Strom soll sich nach den Gestehungskosten richten und einen angemessenen Gewinn für die Stromproduzenten beinhalten. «Firmen, die ihren Energieverbrauch nach dem Stand der Technik und der wirtschaftlichen Tragbarkeit nachweislich laufend optimieren, dürfen nicht durch Stromkosten benachteiligt werden, die deutlich über denjenigen ihrer ausländischen Konkurrenz liegen», begründet Zanetti. Das stärke die Standortattraktivität der Schweiz und verhindere, dass Industriefirmen mit ihren Arbeitsplätzen ins Ausland abwanderten. Die Motion sei von 32 Ständeräten, von Grünen bis zur SVP, mitunterzeichnet worden. «Das ist sehr beachtlich.» (FS)

Quelle: Solothurner Zeitung vom 3. Juni 2011

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