Warum Zanetti dem Bankendeal zustimmte…

„Im Falle einer Zustimmung zum Bankendeal können Banken Informationen liefern, die zu einer Bestrafung durch die amerikanischen Justizbehörden führen werden. Dass sie bestraft werden, ist absolut in Ordnung, da sie amerikanisches Recht gebrochen und sich im höchsten Masse unmoralisch verhalten haben.

Im Falle einer Ablehnung des Bankendeals werden die amerikanischen Behörden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gegen die fehlbaren Banken Anklage erheben. Gemäss Experten der Finanzmarktaufsicht und der Nationalbank (die einzigen glaubwürdigen Akteure der Branche!!) würde eine Bank mit einem formellen Klageverfahren am Hals in existenzielle Nöte kommen und das Verfahren nur schwerlich überleben.

Bei einem Bankencrash bezahlen die kleinen Leute die Zeche! Die Bankster haben ihre Millionen im Trockenen. Die kleinen Sparer, Pensionskassen etc. etc. wären einmal mehr die Lackierten. Wohl deshalb sind SVP, insbesondere Blocher, die Stahlhelme und politischen Fernlenkwaffen der Banken in der FDP, die Weltwoche und ein gewisser Herr Grübel!! auch gegen das Gesetz!! 

Die ideologisch reine Linie zu fahren und damit möglicherweise ein volkswirtschaftliches Desaster anzurichten scheint mir äusserst fraglich. Man verhält sich wie ein Investmentbanker und fährt eine Hochrisikostrategie, die bei Realsierung des Risikos durch die Allgemeinheit zu tragen wäre. 

Ich unterstelle den Verfechtern der ideologisch reinen Linie keine unedlen Motive aber ich nehme für mich in Anspruch, volkswirtschaftlichen Schaden von unserem Land und vor allem von den kleinen Leuten abwenden zu wollen. Immerhin haben die Vertreter der Finanzmarktaufsicht und der Nationalbank den Warnfinger deutlich hoch gehalten! Die Risiken eines Nein zum Gesetz sind gigantisch, die Eintretenswahrscheinlichkeit ist unbekannt! Diesen Leuten traue ich mehr fachliche Kompetenz und volkswirtschaftliches Verantwortungsgefühl und weniger Eigeninteressen zu, als den neoliberalen Dogmatikern aus SVP und FDP!! 

Als „Wirtschaftsvertreter der Büezer“ will ich nicht den ganzen Werkplatz und unzählige KMU in Geiselhaft von ein paar durchgedrehten Bankstern geben – auch wenn ich dafür über meinen ideologischen Schatten springen muss und dafür ziemlich hart und unreflektiert beschimpft werde! Das hat auch ein bisschen mit Rückgrat zu tun und mit der harten Kritik muss + kann ich leben…“

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