„Spielhölle im Rathauskeller im Kanton Solothurn ausgehoben“

„Ich möchte einfach nicht, dass sich meine Regierung und mein Bischof da irgendwie im rechtsfreien Raum bewegen. Deshalb möchte ich eine Klärung, ob der Begriff „Kleinspiele“ auch Jassturniere, Flipperturniere, den Ramset und was auch immer da gespielt wird mit einschliesst.“

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Zanetti am 7. Juni 2016 im Ständerat: Auch bei meinem Antrag geht es um eine relativ kleine Sache, aber selbstverständlich ist sie auch wichtig. Es geht mir schlicht darum, dass ein Jassturnier oder der berühmte Ramsetjass in der Altjahreswoche, der in unserer Region gepflegt wird, oder ein Flipperturnier auch weiterhin möglich sein sollen. Jetzt kann man sagen, von staatstragender Bedeutung sei das nicht. Aber gestern hat die Staatskanzlei des Kantons Solothurn per Pressemitteilung der Öffentlichkeit bekanntgegeben, dass am nächsten Donnerstag der berühmte und traditionelle Bischofsjass zwischen der Solothurner Regierung und dem bischöflichen Ordinariat stattfindet. Ich möchte einfach nicht, dass sich meine Regierung und mein Bischof da irgendwie im rechtsfreien Raum bewegen. Deshalb möchte ich eine Klärung, ob der Begriff „Kleinspiele“ auch Jassturniere, Flipperturniere, den Ramset und was auch immer da gespielt wird mit einschliesst. Wenn ja, würde ich selbstverständlich den Antrag zurückziehen. Oder muss ich befürchten, dass plötzlich eine Medienmitteilung „Spielhölle im Rathauskeller im Kanton Solothurn ausgehoben“ kommt. Das möchte ich wenn möglich verhindern.
Deshalb bitte ich Sie, dieser kleinen, eher redaktionellen, aber auch inhaltlich nicht unbedeutenden Änderung zuzustimmen. Wenn uns die Frau Bundesrätin versichern kann, dass sich meine Regierung und der Bischof von Basel – eben nicht von Solothurn – legal verhalten, wäre die Sache gegenstandslos.

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